• Maria Montessori – Leben und Werk

      Maria Montessori – Leben und Werk

    • Montessori-Pädagogik

      Ein aktuelles Erziehungskonzept in Stichpunkten

      • Dem Kind mit Respekt und Vertrauen begegnen und seine Einmaligkeit achten.
      • Ihm eine ganzheitliche Entwicklung mit allen Sinnen und durch Bewegung nach seinem eigenen Zeitplan ermöglichen.
      • Ihm zu selbstbestimmtem, eigenverantwortlichem Handeln und zur Unabhängigkeit vom Erwachsenen verhelfen: „Hilf mir, es selbst zu tun!“
      • Sein Streben nach Selbständigkeit durch Selbsttätigkeit und seinen natürlichen Forschungsdrang fördern.
      • Mit strukturierten Entwicklungsmaterialien, die die Dinge begreifbar machen („Schlüssel zur Welt“), in einer eigens vorbereiteten Lernumgebung und mit Vertrauen seinen persönlichen Weg unterstützen durch die Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen und durch immer differenziertes Wissen um die Zusammenhänge in seiner gegenwärtigen und geschichtlichen Welt.

      Grundgedanken der Montessori-Pädagogik

      Nach Maria Montessori ist Bildung die “Selbstschöpfung des Geistes”. Sie vereint in ihrer Bildungsabsicht die sozialen, kognitiven und psychologischen Momente und versteht Lernen als ein im Inneren ablaufenden Prozess, der durch den Erziehenden und die entsprechenden Materialien angeregt wird. Lernen bedeutet, die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der eigenen Persönlichkeit. „Hilf mir es selbst zu tun“ prägt als zentraler Satz die Montessori-Pädagogik. Dabei orientiert Maria Montessori sich an den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder. Sie vertraut auf die eigenen Kräfte des Kindes, auf seinen inneren Antrieb und Willen zu wachsen und zu lernen. Dabei wird das Kind in seiner Persönlichkeit geachtet, es wird als ganzer vollwertiger Mensch gesehen, dem der Erziehende hilft, seinen eigenen Willen zu entwickeln. Dem Kind wird Raum gegeben für freie Entscheidungen, selbständig denken zu lernen und zu handeln. Die Kinder haben die Möglichkeit, dem eigenen Lernbestreben zu folgen und aus der Kraft ihrer eigenen Potenziale in die Gesellschaft hineinzuwachsen, ihren eigenen Weg zu finden und intelligente, leistungsfähige sowie kooperations- und hilfsbereite Menschen mit sicherem Selbstbewusstsein zu werden.

      Prinzipien der Montessori-Pädagogik

      Das Kind ist Baumeister seiner selbst

      Grundlage ist die Erkenntnis, dass sich der menschliche Geist durch Selbstaufbau entwickelt. „Der wunderbare Schritt, den das Kind zurücklegt führt vom Nichts zum Etwas“ und lässt die Kindheit eine schöpferische Periode werden. Anhand von zahlreichen Entwicklungsmaterialien lernen die Kinder sehr selbständig nach einem inneren “Bauplan”. Über die konkrete Tätigkeit mit dem Material be”greifen” die Kinder Schritt für Schritt die Welt des Abstrakten und der Erwachsenen. Beobachtet man Kinder, dann spürt man deren intensives Erleben ihrer Umwelt. Sie leben mit allen Sinnen, sind neugierig, kontaktfreudig, mitteilungsbedürftig, immens aufnahme- und anpassungsfähig – sie lernen und erleben ganzheitlich. Um Eindrücke aus ihrer Umgebung interessiert aufnehmen zu können, bedarf es einer Atmosphäre, in der sich das Kind angenommen und verstanden fühlt, die reich an Wärme, Einfühlung und Liebe ist. Es braucht eine Umgebung, die sinnvolle Reize und Anregungen bietet, damit sich der kindliche Geist entwickeln kann. Durch Hilfe, Vorbild, Vertrauen und Achtung, durch Freiraum und ohne Zeitdruck, durch das Verständnis für die Bedürfnisse des Lebens kann die schöpferische Phase unterstützt werden. Erziehung wird zur Hilfe zum Leben.

      Sensible Perioden

      Sensible Perioden sind Entwicklungsabschnitte extremer und spezifischer Lernbereitschaft, Geleitet durch diese Phasen, in denen das Kind seine Aufmerksamkeit zielgerichtet auf ein bestimmtes Interesse lenkt, beschreitet es seinen Weg zu seiner Persönlichkeit. Im Verlauf einer solchen sensiblen Periode eignet sich das Kind sehr leicht und ganzheitlich neue Sachverhalte an. In der frühen Kindheit werden vor allem sensible Phasen für Bewegung, Sprache und Ordnung beobachtet. Ab dem vierten Lebensjahr beginnt das Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Fähigkeit zu sozialen Bindungen, erste Freundschaften entstehen. Zwischen sechs und zwölf Jahren liegt eine enorme Lernfähigkeit vor. Die Kinder wollen größere Zusammenhänge erkennen, die Frage nach dem „Warum?“ wird wichtig. Interessen werden entwickelt, es bildet sich das Gewissen und der Sinn für Gerechtigkeit. Gleichzeitig erweitert sich der Aktionsbereich auf das Leben in der Gemeinschaft und in Gruppen.

      Vorbereitete Umgebung

      Es wird eine soziale Umgebung geschaffen, die die einzigartige und individuelle Entwicklung jedes Schülers positiv unterstützt. Dabei wird die Selbstsicherheit der Kinder gefördert unddie Kinder lernen, an sich selbst zu glauben.Es gibt eine dynamische und interaktive Lernumgebung mit Anpassung an die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes, welche dem Kind die Erfahrung von Spaß am Lernen erlaubt und in der die Zeit zu Verfügung steht, sich dem Lernprozess zu widmen. Die Kinder können aktiv, selbstbestimmt und motiviert lernen. Die Grundlage der Pädagogik ist nicht das Nachdenken darüber, wie man das Kind lehren oder erzieherisch beeinflussen kann, sondern wie man ihm eine Umgebung schaffen kann, die seiner Entwicklung förderlich ist. Die Kinder können staunen, entdecken und ihren Wissensdurst löschen. Der Lernraum ist so gestaltet, dass ansprechend gestaltete, methodisch aufeinander abgestimmte und dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Materialien bereit stehen.

      Freie Wahl der Arbeit und Selbstbestimmtheit

      Für das Zustandekommen von Konzentration und Selbsttätigkeit ist die freie Wahl der Arbeit entscheidend. Die vorbereitete Umgebung, welche die Anregung zur Arbeit und die Dinge dafür bietet, ist Voraussetzung. Es gilt der Grundsatz, dass ein Kind das am besten lernt, was es jetzt lernen möchte. Nur echtes Interesse erzeugt Lernen. Vom Kind selbst, von innen her, kommt der Antrieb, sich mit der Außenwelt auseinander zu setzen. Echte Hingabe an eine Sache ist nur in Freiheit möglich. Die freie Wahl ist aber auch deshalb notwendig, weil sich Kinder ganz individuell entwickeln. Jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo, seinen eigenen Rhythmus, sein eigenes Lernniveau. Dem Kind muss darum Raum und Zeit gelassen werden, um seine selbst gewählte Arbeit auch selbständig und in Ruhe zu Ende führen zu können. Nur dann kann eine Über- oder Unterforderung und die daraus resultierende Schulverdrossenheit vermieden werden. Das Kind wird sich selbst und seine Leistungsfähigkeit bestätigt fühlen, wenn es die Befriedigung erfährt, eine für es persönlich interessante und selbst gewählte Arbeit mit Erfolg fertig gestellt zu haben. Gleichzeitig haben die Kinder die Möglichkeit, Vertrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und sie können so ein besseres Verständnis für sich selbst in Verbindung mit ihrer Umwelt aufbauen. Freie Wahl bedeutet aber nicht, dass das Kind tun und lassen kann, was es will. Es darf entscheiden, was und womit es sich beschäftigen will, an welchem Platz es arbeiten will, mit wem es arbeiten will und wie lange es an einer Sache arbeiten will. Dabei sind allerdings Regeln einzuhalten: Eine gewählte Arbeit wird auf jeden Fall fertig gestellt und die Kinder müssen lernen, sich darüber zu verständigen, wer wann welches Material benutzt. Außerdem darf niemand bei seiner Arbeit gestört werden.

      Jahrgangsmischung

      Die Kinder lernen und arbeiten in altersgemischten Gruppen. Sie können miteinander und voneinander lernen, helfen sich gegenseitig und lernen Unterschiede zu akzeptieren. Neue Kinder kommen in eine gefestigte soziale Gruppe herein und gewöhnen sich so schnell an das Arbeitsklima und die Arbeitsweise.

      Der Pädagoge als Helfer

      Der Pädagoge lässt das Kind niemals alleine auf seinem Weg zu seiner Persönlichkeit. Er bietet Hilfen, stellt aber auch Grenzen dar und steht ausschließlich im Dienste der individuellen Entwicklung des Kindes. Er unterstützt das Streben des Kindes positiv und hilft ihm, selbständig und unabhängig zu werden. Es ist vom Erwachsenen eine weise Zurückhaltung gefordert, damit das Kind aktiv werden kann. Wichtig dabei sind Ruhe und Geduld und das Sicheinstellen auf die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes. Der Erzieher oder Lehrer muss in jeder Hinsicht Vorbild sein und dem Kind richtige Verhaltensweisen vorleben. Außerdem ist es seine Aufgabe, die Umgebung vorzubereiten und zu pflegen. Er muss das Material exakt kennen und die Kinder in die Arbeit damit einführen. Er hat die Aufgabe, jedes einzelne Kind genau zu beobachten und sich folgende Fragen zu stellen: Wie weit ist das Kind in seiner Entwicklung? Welche Bedürfnisse hat es – offen oder verdeckt? Wohin zielen seine Aktivitäten? Welche Angebote oder Hilfen braucht es? Ziel ist es, dass die Kinder mit Freude in die entsprechende Einrichtung gehen und sich in ihr aufgehoben und ernst genommen fühlen.

      Das Montessori – Material

      Das von Maria Montessori entwickelte und nach ihr benannte Material wurzelt in den von den französischen Ärzten Itard und Séguin des 18. Jahrhunderts erarbeiteten Hilfsmitteln zur Förderung behinderter Kinder. Maria Montessori adaptierte diese, beobachtete, wie die Kinder damit arbeiteten und entwickelte sie weiter. So gab sie den Kindern in einer so genannten vorbereiteten Umgebung Raum für ihren Entwicklungsdrang. Das Montessori-Material regt die Kinder zum selbständigen Lernen an, da es sie zu spontanen Aktivitäten anhält, die stets mit ihren einzelnen körperlichen, geistigen und sozialen Phasen der Entwicklung gekoppelt sind. Das Material ist so konzipiert, dass immer die Sinne angesprochen werden und Bewegung ins Lernen integriert ist. Die Materialgruppen stehen zwar in einem systematischen Zusammenhang und bilden inhaltliche Vernetzungen, doch innerhalb eines Materials wird der Blick nur auf ein einziges Problem gelenkt. Dieses zu bewältigende Problem wird durch die klare einfache Struktur des Materials deutlich. Jedes Material ist in der vorbereiteten Umgebung nur einmal vorhanden. Die Kinder lernen so die sozialen Aspekte teilen, warten, fragen, sich absprechen. Das Material ist ästhetisch ansprechend gestaltet und wird damit wertvoll für die Kinder. Es leitet zum individuellen Arbeiten an, zur Wiederholung, zum Experimentieren und zum Entdecken der Möglichkeiten und es beinhaltet eine eingebaute, materialisierte Fehlerkontrolle. Ein Kind muss die Möglichkeit haben, selbst zu beurteilen, ob die Ergebnisse seiner Tätigkeit richtig oder falsch sind. Durch die im Material enthaltene Fehlerselbstkontrolle sind die Kinder weitgehend unabhängig vom Erwachsenen, brauchen keine Angst vor Fehlern zu haben und erkennen, dass Fehler wichtig sind, um daraus zu lernen. Damit übernehmen die Kinder Selbstverantwortung für ihre Arbeit. Mit zunehmendem Schulalter und bei zunehmender Fähigkeit zur Abstraktion tritt das didaktische Material in den Hintergrund. Es kann jedoch bei Schwierigkeiten immer wieder darauf zurückgegriffen werden.

      Übungen des praktischen Lebens

      Das Kind erfährt von Beginn an, dass das alltägliche Leben in der Gemeinschaft von verschiedenen Normen und Werten geprägt ist. Seinem inneren Drang folgend, an diesem Gemeinschaftsleben teilzunehmen, entwickelt es Aktivitäten, sich die Handlungen und Verhaltensweisen zu eigen zu machen und mit der Umgebung auseinanderzusetzen. Die Übungen des praktischen Lebens ermöglichen dem Kind, seine Motorik zu entwickeln und zu fördern, seine Umgebung bewusst wahrzunehmen und zu verinnerlichen, eine geistige Ordnung aufzubauen, Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen. Die Übungen des praktischen Lebens sind unterteilt in: Pflege der eigenen Person, Pflege der Umgebung, Übungen des sozialen Lebens und die Beherrschung der Bewegung.

      Sinnesmaterial

      Kinder ordnen und sortieren immer Gegenstände nach Größe, Farbe oder Form, Gewicht, Temperatur oder Geruch, von groß nach klein, von hell nach dunkel, von dick nach dünn oder von kalt nach warm auch ohne spezielle Materialen. Das Sinnesmaterial bietet ihnen die Gelegenheit, die Sinneserfahrungen zu ordnen, zu strukturieren, zu klassifizieren und zu kategorisieren. Die Sinnesmaterialien sind gesetzmäßig oder mathematisch geordnet, eine Eigenschaft wird isoliert angesprochen, währen die anderen Merkmale gleich sind. Ihnen eigen sind ein genau beschriebener Anwendungsbereich und eine begrenzte Menge. Die Kinder werden befähigt, die konkrete Eigenschaft des Materials zu benennen und mit der Umgebung in Verbindung zu bringen, auf diese zu übertragen und dadurch diese Umgebung bewusster wahrzunehmen. Diese klaren, abstrahierenden Konzepte bilden die Grundlagen für Mathematik, Geometrie, Sprache, Biologie, Kunst und Musik.

      Mathematisches Material

      Die Kinder, die mit dem mathematischen Material zu arbeiten beginnen sind durch die Übungen des praktischen Lebens und durch die mathematische Struktur des Sinnesmaterials vorbereitet. Sie kennen geometrische Formen und deren Namen. Sie haben verinnerlicht, Abstraktes vom Konkreten abzuleiten; sie vergleichen, ordnen, sortieren, messen und zählen. Jede mathematische Übung isoliert einen einzelnen Begriff. Diese Begriffe werden zu einem Ganzen zusammengefügt und formen so die Basis für die Entwicklung des mathematischen Denkens des Kindes. Die den Kindern angebotenen Übungen führen sie zu den verschiedensten Entdeckungen der Mathematik. Sie erforschen das Dezimalsystem zunächst mit den Zahlen bis 10, später bis zu den Zahlen bis 1000. Mit dem von Maria Montessori entwickelten Perlenmaterial mit Einer-, Zehner-, Hunderter- und Tausender-Perlenmengen addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren sie mit realen, gegebenen Mengen. Durch das Zusammenfügen und Auseinandernehmen nehmen sie unbewusst die Wechselwirkung zwischen den Zahlen auf. Mit weiterführenden, zunehmend abstrakter werdenden Übungen bereiten sie sich vor, ihre Aufgaben in den Grundrechenarten mehr und mehr losgelöst von der konkreten Menge zu lösen in dem Maße, wie ihr mathematischer Verstand reift.

      Sprachmaterial

      Dem Sprachmaterial Montessoris kommt große Bedeutung zu, weil es die Sprachentwicklung Schritt für Schritt in einem Alter erweitert, in dem der Drang, diese zu erwerben und zu erweitern am größten ist. Kinder entdecken mit ihm die Motorik des Schreibens, dass Worte aus Klängen bestehen, die durch geschrieben Zeichen sichtbar gemacht werden, dass verschiedene Worte verschiedene Bedeutungen und Funktionen haben können und dass Sätze eine Struktur haben. Es unterstützt und fördert durch seine klare, ineinander greifende Konstruktion (vom Sprechen zum Schreiben zum Lesen) den kindlichen Drang des aktiven Erforschens, des Experimentieren und des Entdeckens der Möglichkeiten und Grenzen der Sprache. In der Schule steht dann eine intensive Sprachbildung in den unterschiedlichen Ausdrucks- und Rezeptionsformen, das Rechtschreiben und die Grammatik im Vordergrund.

      Chronologie

      Maria Montessori wurde am 31. August 1870 in Chiaravalle in Italien geboren, war gebildet in mehreren Sprachen, Mathematik, Ingenieurwissen und Naturwissenschaften und erlangte 1896 als erste Frau ihrer Zeit den Doktorgrad in Medizin. Von 1900 bis 1908 war sie Professorin in Rom. Sie arbeitete zunächst in der Pädiatrie und befasste sich intensiv mit den medizinisch-heilpädagogischen Werken der französischen Ärzte Itard und Séguin und deren entwickelten Materialien.Sie gründete 1907 das erste Casa die Bambini (Kinderhaus) in Rom und wandte sich damit der Erziehung gesunder Kinder zu. Die 1909 veröffentlichte Schrift “Die Montessori-Methode” wurde bis 1914 in zwanzig Sprachen übersetzt. Maria Montessori gründete weltweit Kinderhäuser und Schulen. Sie reiste durch Europa und bildete Lehrer aus, hielt Vorlesungen und erstellte Gutachten für Schulen. Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte sie in Indien die Methodik für die Altersstufen von 0 bis 3 und 6 bis 12 Jahren. Montessori wurde ab 1949 dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert. Am 6. Mai 1952 starb Maria Montessori und hinterließ das Legat “Erziehung ohne Grenzen” und die AMI-Associatione Montessori Internationale, ein Institut, das Unterricht, Forschung, Ausbildung und Unterstützung ihrer Methode vereint und heute den Auftrag hat, die Pädagogik von Maria Montessori originalgetreu weiterzugeben.


      Verwendete Literatur:

      Helene Helmig: Montessori-Pädagogik. Ein moderner Bildungsweg in konkreter Darstellung. Freiburg 1963.

      Hildegard Holstiege: Modell Montessori. Freiburg 1989.

      Rita Kramer: Maria Montessori. Leben und Werk einer großen Frau. Frankfurt 1995.

      Jesper Juul / Helle Jensen: Vom Gehorsam zur Verantwortung. Düsseldorf und Zürich 2004.

      Montessori-Pädagogik

      Ein aktuelles Erziehungskonzept in Stichpunkten

      • Dem Kind mit Respekt und Vertrauen begegnen und seine Einmaligkeit achten.
      • Ihm eine ganzheitliche Entwicklung mit allen Sinnen und durch Bewegung nach seinem eigenen Zeitplan ermöglichen.
      • Ihm zu selbstbestimmtem, eigenverantwortlichem Handeln und zur Unabhängigkeit vom Erwachsenen verhelfen: „Hilf mir, es selbst zu tun!“
      • Sein Streben nach Selbständigkeit durch Selbsttätigkeit und seinen natürlichen Forschungsdrang fördern.
      • Mit strukturierten Entwicklungsmaterialien, die die Dinge begreifbar machen („Schlüssel zur Welt“), in einer eigens vorbereiteten Lernumgebung und mit Vertrauen seinen persönlichen Weg unterstützen durch die Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen und durch immer differenziertes Wissen um die Zusammenhänge in seiner gegenwärtigen und geschichtlichen Welt.

      Grundgedanken der Montessori-Pädagogik

      Nach Maria Montessori ist Bildung die “Selbstschöpfung des Geistes”. Sie vereint in ihrer Bildungsabsicht die sozialen, kognitiven und psychologischen Momente und versteht Lernen als ein im Inneren ablaufenden Prozess, der durch den Erziehenden und die entsprechenden Materialien angeregt wird. Lernen bedeutet, die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der eigenen Persönlichkeit. „Hilf mir es selbst zu tun“ prägt als zentraler Satz die Montessori-Pädagogik. Dabei orientiert Maria Montessori sich an den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder. Sie vertraut auf die eigenen Kräfte des Kindes, auf seinen inneren Antrieb und Willen zu wachsen und zu lernen. Dabei wird das Kind in seiner Persönlichkeit geachtet, es wird als ganzer vollwertiger Mensch gesehen, dem der Erziehende hilft, seinen eigenen Willen zu entwickeln. Dem Kind wird Raum gegeben für freie Entscheidungen, selbständig denken zu lernen und zu handeln. Die Kinder haben die Möglichkeit, dem eigenen Lernbestreben zu folgen und aus der Kraft ihrer eigenen Potenziale in die Gesellschaft hineinzuwachsen, ihren eigenen Weg zu finden und intelligente, leistungsfähige sowie kooperations- und hilfsbereite Menschen mit sicherem Selbstbewusstsein zu werden.

      Prinzipien der Montessori-Pädagogik

      Das Kind ist Baumeister seiner selbst

      Grundlage ist die Erkenntnis, dass sich der menschliche Geist durch Selbstaufbau entwickelt. „Der wunderbare Schritt, den das Kind zurücklegt führt vom Nichts zum Etwas“ und lässt die Kindheit eine schöpferische Periode werden. Anhand von zahlreichen Entwicklungsmaterialien lernen die Kinder sehr selbständig nach einem inneren “Bauplan”. Über die konkrete Tätigkeit mit dem Material be”greifen” die Kinder Schritt für Schritt die Welt des Abstrakten und der Erwachsenen. Beobachtet man Kinder, dann spürt man deren intensives Erleben ihrer Umwelt. Sie leben mit allen Sinnen, sind neugierig, kontaktfreudig, mitteilungsbedürftig, immens aufnahme- und anpassungsfähig – sie lernen und erleben ganzheitlich. Um Eindrücke aus ihrer Umgebung interessiert aufnehmen zu können, bedarf es einer Atmosphäre, in der sich das Kind angenommen und verstanden fühlt, die reich an Wärme, Einfühlung und Liebe ist. Es braucht eine Umgebung, die sinnvolle Reize und Anregungen bietet, damit sich der kindliche Geist entwickeln kann. Durch Hilfe, Vorbild, Vertrauen und Achtung, durch Freiraum und ohne Zeitdruck, durch das Verständnis für die Bedürfnisse des Lebens kann die schöpferische Phase unterstützt werden. Erziehung wird zur Hilfe zum Leben.

      Sensible Perioden

      Sensible Perioden sind Entwicklungsabschnitte extremer und spezifischer Lernbereitschaft, Geleitet durch diese Phasen, in denen das Kind seine Aufmerksamkeit zielgerichtet auf ein bestimmtes Interesse lenkt, beschreitet es seinen Weg zu seiner Persönlichkeit. Im Verlauf einer solchen sensiblen Periode eignet sich das Kind sehr leicht und ganzheitlich neue Sachverhalte an. In der frühen Kindheit werden vor allem sensible Phasen für Bewegung, Sprache und Ordnung beobachtet. Ab dem vierten Lebensjahr beginnt das Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Fähigkeit zu sozialen Bindungen, erste Freundschaften entstehen. Zwischen sechs und zwölf Jahren liegt eine enorme Lernfähigkeit vor. Die Kinder wollen größere Zusammenhänge erkennen, die Frage nach dem „Warum?“ wird wichtig. Interessen werden entwickelt, es bildet sich das Gewissen und der Sinn für Gerechtigkeit. Gleichzeitig erweitert sich der Aktionsbereich auf das Leben in der Gemeinschaft und in Gruppen.

      Vorbereitete Umgebung

      Es wird eine soziale Umgebung geschaffen, die die einzigartige und individuelle Entwicklung jedes Schülers positiv unterstützt. Dabei wird die Selbstsicherheit der Kinder gefördert unddie Kinder lernen, an sich selbst zu glauben.Es gibt eine dynamische und interaktive Lernumgebung mit Anpassung an die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes, welche dem Kind die Erfahrung von Spaß am Lernen erlaubt und in der die Zeit zu Verfügung steht, sich dem Lernprozess zu widmen. Die Kinder können aktiv, selbstbestimmt und motiviert lernen. Die Grundlage der Pädagogik ist nicht das Nachdenken darüber, wie man das Kind lehren oder erzieherisch beeinflussen kann, sondern wie man ihm eine Umgebung schaffen kann, die seiner Entwicklung förderlich ist. Die Kinder können staunen, entdecken und ihren Wissensdurst löschen. Der Lernraum ist so gestaltet, dass ansprechend gestaltete, methodisch aufeinander abgestimmte und dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Materialien bereit stehen.

      Freie Wahl der Arbeit und Selbstbestimmtheit

      Für das Zustandekommen von Konzentration und Selbsttätigkeit ist die freie Wahl der Arbeit entscheidend. Die vorbereitete Umgebung, welche die Anregung zur Arbeit und die Dinge dafür bietet, ist Voraussetzung. Es gilt der Grundsatz, dass ein Kind das am besten lernt, was es jetzt lernen möchte. Nur echtes Interesse erzeugt Lernen. Vom Kind selbst, von innen her, kommt der Antrieb, sich mit der Außenwelt auseinander zu setzen. Echte Hingabe an eine Sache ist nur in Freiheit möglich. Die freie Wahl ist aber auch deshalb notwendig, weil sich Kinder ganz individuell entwickeln. Jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo, seinen eigenen Rhythmus, sein eigenes Lernniveau. Dem Kind muss darum Raum und Zeit gelassen werden, um seine selbst gewählte Arbeit auch selbständig und in Ruhe zu Ende führen zu können. Nur dann kann eine Über- oder Unterforderung und die daraus resultierende Schulverdrossenheit vermieden werden. Das Kind wird sich selbst und seine Leistungsfähigkeit bestätigt fühlen, wenn es die Befriedigung erfährt, eine für es persönlich interessante und selbst gewählte Arbeit mit Erfolg fertig gestellt zu haben. Gleichzeitig haben die Kinder die Möglichkeit, Vertrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und sie können so ein besseres Verständnis für sich selbst in Verbindung mit ihrer Umwelt aufbauen. Freie Wahl bedeutet aber nicht, dass das Kind tun und lassen kann, was es will. Es darf entscheiden, was und womit es sich beschäftigen will, an welchem Platz es arbeiten will, mit wem es arbeiten will und wie lange es an einer Sache arbeiten will. Dabei sind allerdings Regeln einzuhalten: Eine gewählte Arbeit wird auf jeden Fall fertig gestellt und die Kinder müssen lernen, sich darüber zu verständigen, wer wann welches Material benutzt. Außerdem darf niemand bei seiner Arbeit gestört werden.

      Jahrgangsmischung

      Die Kinder lernen und arbeiten in altersgemischten Gruppen. Sie können miteinander und voneinander lernen, helfen sich gegenseitig und lernen Unterschiede zu akzeptieren. Neue Kinder kommen in eine gefestigte soziale Gruppe herein und gewöhnen sich so schnell an das Arbeitsklima und die Arbeitsweise.

      Der Pädagoge als Helfer

      Der Pädagoge lässt das Kind niemals alleine auf seinem Weg zu seiner Persönlichkeit. Er bietet Hilfen, stellt aber auch Grenzen dar und steht ausschließlich im Dienste der individuellen Entwicklung des Kindes. Er unterstützt das Streben des Kindes positiv und hilft ihm, selbständig und unabhängig zu werden. Es ist vom Erwachsenen eine weise Zurückhaltung gefordert, damit das Kind aktiv werden kann. Wichtig dabei sind Ruhe und Geduld und das Sicheinstellen auf die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes. Der Erzieher oder Lehrer muss in jeder Hinsicht Vorbild sein und dem Kind richtige Verhaltensweisen vorleben. Außerdem ist es seine Aufgabe, die Umgebung vorzubereiten und zu pflegen. Er muss das Material exakt kennen und die Kinder in die Arbeit damit einführen. Er hat die Aufgabe, jedes einzelne Kind genau zu beobachten und sich folgende Fragen zu stellen: Wie weit ist das Kind in seiner Entwicklung? Welche Bedürfnisse hat es – offen oder verdeckt? Wohin zielen seine Aktivitäten? Welche Angebote oder Hilfen braucht es? Ziel ist es, dass die Kinder mit Freude in die entsprechende Einrichtung gehen und sich in ihr aufgehoben und ernst genommen fühlen.

      Das Montessori – Material

      Das von Maria Montessori entwickelte und nach ihr benannte Material wurzelt in den von den französischen Ärzten Itard und Séguin des 18. Jahrhunderts erarbeiteten Hilfsmitteln zur Förderung behinderter Kinder. Maria Montessori adaptierte diese, beobachtete, wie die Kinder damit arbeiteten und entwickelte sie weiter. So gab sie den Kindern in einer so genannten vorbereiteten Umgebung Raum für ihren Entwicklungsdrang. Das Montessori-Material regt die Kinder zum selbständigen Lernen an, da es sie zu spontanen Aktivitäten anhält, die stets mit ihren einzelnen körperlichen, geistigen und sozialen Phasen der Entwicklung gekoppelt sind. Das Material ist so konzipiert, dass immer die Sinne angesprochen werden und Bewegung ins Lernen integriert ist. Die Materialgruppen stehen zwar in einem systematischen Zusammenhang und bilden inhaltliche Vernetzungen, doch innerhalb eines Materials wird der Blick nur auf ein einziges Problem gelenkt. Dieses zu bewältigende Problem wird durch die klare einfache Struktur des Materials deutlich. Jedes Material ist in der vorbereiteten Umgebung nur einmal vorhanden. Die Kinder lernen so die sozialen Aspekte teilen, warten, fragen, sich absprechen. Das Material ist ästhetisch ansprechend gestaltet und wird damit wertvoll für die Kinder. Es leitet zum individuellen Arbeiten an, zur Wiederholung, zum Experimentieren und zum Entdecken der Möglichkeiten und es beinhaltet eine eingebaute, materialisierte Fehlerkontrolle. Ein Kind muss die Möglichkeit haben, selbst zu beurteilen, ob die Ergebnisse seiner Tätigkeit richtig oder falsch sind. Durch die im Material enthaltene Fehlerselbstkontrolle sind die Kinder weitgehend unabhängig vom Erwachsenen, brauchen keine Angst vor Fehlern zu haben und erkennen, dass Fehler wichtig sind, um daraus zu lernen. Damit übernehmen die Kinder Selbstverantwortung für ihre Arbeit. Mit zunehmendem Schulalter und bei zunehmender Fähigkeit zur Abstraktion tritt das didaktische Material in den Hintergrund. Es kann jedoch bei Schwierigkeiten immer wieder darauf zurückgegriffen werden.

      Übungen des praktischen Lebens

      Das Kind erfährt von Beginn an, dass das alltägliche Leben in der Gemeinschaft von verschiedenen Normen und Werten geprägt ist. Seinem inneren Drang folgend, an diesem Gemeinschaftsleben teilzunehmen, entwickelt es Aktivitäten, sich die Handlungen und Verhaltensweisen zu eigen zu machen und mit der Umgebung auseinanderzusetzen. Die Übungen des praktischen Lebens ermöglichen dem Kind, seine Motorik zu entwickeln und zu fördern, seine Umgebung bewusst wahrzunehmen und zu verinnerlichen, eine geistige Ordnung aufzubauen, Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen. Die Übungen des praktischen Lebens sind unterteilt in: Pflege der eigenen Person, Pflege der Umgebung, Übungen des sozialen Lebens und die Beherrschung der Bewegung.

      Sinnesmaterial

      Kinder ordnen und sortieren immer Gegenstände nach Größe, Farbe oder Form, Gewicht, Temperatur oder Geruch, von groß nach klein, von hell nach dunkel, von dick nach dünn oder von kalt nach warm auch ohne spezielle Materialen. Das Sinnesmaterial bietet ihnen die Gelegenheit, die Sinneserfahrungen zu ordnen, zu strukturieren, zu klassifizieren und zu kategorisieren. Die Sinnesmaterialien sind gesetzmäßig oder mathematisch geordnet, eine Eigenschaft wird isoliert angesprochen, währen die anderen Merkmale gleich sind. Ihnen eigen sind ein genau beschriebener Anwendungsbereich und eine begrenzte Menge. Die Kinder werden befähigt, die konkrete Eigenschaft des Materials zu benennen und mit der Umgebung in Verbindung zu bringen, auf diese zu übertragen und dadurch diese Umgebung bewusster wahrzunehmen. Diese klaren, abstrahierenden Konzepte bilden die Grundlagen für Mathematik, Geometrie, Sprache, Biologie, Kunst und Musik.

      Mathematisches Material

      Die Kinder, die mit dem mathematischen Material zu arbeiten beginnen sind durch die Übungen des praktischen Lebens und durch die mathematische Struktur des Sinnesmaterials vorbereitet. Sie kennen geometrische Formen und deren Namen. Sie haben verinnerlicht, Abstraktes vom Konkreten abzuleiten; sie vergleichen, ordnen, sortieren, messen und zählen. Jede mathematische Übung isoliert einen einzelnen Begriff. Diese Begriffe werden zu einem Ganzen zusammengefügt und formen so die Basis für die Entwicklung des mathematischen Denkens des Kindes. Die den Kindern angebotenen Übungen führen sie zu den verschiedensten Entdeckungen der Mathematik. Sie erforschen das Dezimalsystem zunächst mit den Zahlen bis 10, später bis zu den Zahlen bis 1000. Mit dem von Maria Montessori entwickelten Perlenmaterial mit Einer-, Zehner-, Hunderter- und Tausender-Perlenmengen addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren sie mit realen, gegebenen Mengen. Durch das Zusammenfügen und Auseinandernehmen nehmen sie unbewusst die Wechselwirkung zwischen den Zahlen auf. Mit weiterführenden, zunehmend abstrakter werdenden Übungen bereiten sie sich vor, ihre Aufgaben in den Grundrechenarten mehr und mehr losgelöst von der konkreten Menge zu lösen in dem Maße, wie ihr mathematischer Verstand reift.

      Sprachmaterial

      Dem Sprachmaterial Montessoris kommt große Bedeutung zu, weil es die Sprachentwicklung Schritt für Schritt in einem Alter erweitert, in dem der Drang, diese zu erwerben und zu erweitern am größten ist. Kinder entdecken mit ihm die Motorik des Schreibens, dass Worte aus Klängen bestehen, die durch geschrieben Zeichen sichtbar gemacht werden, dass verschiedene Worte verschiedene Bedeutungen und Funktionen haben können und dass Sätze eine Struktur haben. Es unterstützt und fördert durch seine klare, ineinander greifende Konstruktion (vom Sprechen zum Schreiben zum Lesen) den kindlichen Drang des aktiven Erforschens, des Experimentieren und des Entdeckens der Möglichkeiten und Grenzen der Sprache. In der Schule steht dann eine intensive Sprachbildung in den unterschiedlichen Ausdrucks- und Rezeptionsformen, das Rechtschreiben und die Grammatik im Vordergrund.

      Chronologie

      Maria Montessori wurde am 31. August 1870 in Chiaravalle in Italien geboren, war gebildet in mehreren Sprachen, Mathematik, Ingenieurwissen und Naturwissenschaften und erlangte 1896 als erste Frau ihrer Zeit den Doktorgrad in Medizin. Von 1900 bis 1908 war sie Professorin in Rom. Sie arbeitete zunächst in der Pädiatrie und befasste sich intensiv mit den medizinisch-heilpädagogischen Werken der französischen Ärzte Itard und Séguin und deren entwickelten Materialien.Sie gründete 1907 das erste Casa die Bambini (Kinderhaus) in Rom und wandte sich damit der Erziehung gesunder Kinder zu. Die 1909 veröffentlichte Schrift “Die Montessori-Methode” wurde bis 1914 in zwanzig Sprachen übersetzt. Maria Montessori gründete weltweit Kinderhäuser und Schulen. Sie reiste durch Europa und bildete Lehrer aus, hielt Vorlesungen und erstellte Gutachten für Schulen. Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte sie in Indien die Methodik für die Altersstufen von 0 bis 3 und 6 bis 12 Jahren. Montessori wurde ab 1949 dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert. Am 6. Mai 1952 starb Maria Montessori und hinterließ das Legat “Erziehung ohne Grenzen” und die AMI-Associatione Montessori Internationale, ein Institut, das Unterricht, Forschung, Ausbildung und Unterstützung ihrer Methode vereint und heute den Auftrag hat, die Pädagogik von Maria Montessori originalgetreu weiterzugeben.


      Verwendete Literatur:

      Helene Helmig: Montessori-Pädagogik. Ein moderner Bildungsweg in konkreter Darstellung. Freiburg 1963.

      Hildegard Holstiege: Modell Montessori. Freiburg 1989.

      Rita Kramer: Maria Montessori. Leben und Werk einer großen Frau. Frankfurt 1995.

      Jesper Juul / Helle Jensen: Vom Gehorsam zur Verantwortung. Düsseldorf und Zürich 2004.