• Kinderhaus "Am Fliederbusch"


      DER PÄDAGOGISCHE GRUNDGEDANKE von MARIA MONTESSORI

      Das Kind als “Baumeister seiner selbst” steht im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Es trägt alle Anlagen für seine Persönlichkeit in sich und setzt seine Kräfte und Fähigkeiten nach seinem eigenen individuellen Bauplan ein: “Lass mir Zeit!” Hierzu stellt ihm die pädagogisch vorbereitete Umgebung, zu der auch die Erzieherin/der Erzieher gehört, Anregung und Förderung bereit.

      Das oberste Entwicklungsziel des Kindes ist seine Selbstständigkeit, die es unabhängig vom Erwachsenen werden lässt.

      Es durchläuft in seiner Entwicklung verschiedene "Sensible Phasen" für Bewegung, Sprache, Mathematik, Musik usw., die es zu erkennen und zu unterstützen gilt. Jüngste neurowissenschaftliche Untersuchungen bestätigen Maria Montessoris frühe Beobachtungen, dass Kinder in der jeweiligen sensiblen Phase besonders schnell und nachhaltig lernen.

      Die "Vorbereitete Umgebung" hilft dem Kind, seinen Interessen und spontanen Tätigkeitsimpulsen nachzugehen und sich in einer geordneten Umgebung zurechtzufinden. Sie gibt ihm Sicherheit, animiert zum Tun und macht das Kind unabhängig vom Erwachsenen.

      Maria Montessori hat zur Unterstützung der Entwicklungsarbeit des Kindes eigene didaktische Materialien, das "Montessori Material" konzipiert, die u.a. Sinne und Motorik schulen, den Spracherwerb fördern und mathematische Grunderfahrungen ermöglichen.

      Die “Kosmische Erziehung” macht das Kind mit den Zusammenhängen in der Natur und mit seiner eigenen Stellung im Kosmos vertraut.

      Das Prinzip der Ordnung findet sich in der Gestaltung der Räume, dem Platz für Arbeits- und Spielmaterialien sowie Küchenutensilien, im Verhalten der Erzieherinnen und den praktizierten Regeln und Ritualen wieder.

      UNSERE PÄDAGOGISCHE ARBEIT
      IM KINDERHAUS “AM FLIEDERBUSCH”

      In unserem Kinderhaus steht jedes einzelne Kind mit seinen individuellen Entwicklungsbedürfnissen und seinen damit verbundenen sensiblen Phasen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Von dieser Situation aus gestalten sich unser pädagogischer Alltag mit den Kindern und die darauf abgestimmten Angebote, Aktivitäten und Projekte. Das Kind findet in einer vorbereiteten Umgebung sowohl die Möglichkeit zur Einzelbeschäftigung, als auch zum gemeinsamen Spielen und Arbeiten in Kleingruppen oder der Gesamtgruppe.

      Das Kind erlebt ein soziales Miteinander

      durch den Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen. Die persönliche Begrüßung und Verabschiedung, das gemeinsame Essen, das Spielen, das Turnen in Kleingruppen und die Gestaltung und das Feiern von Festen sind feste Bestandteile des Kinderhause. Es lernt Regeln und Rituale kennen, die seine emotionale Entwicklung unterstützen und ihm Sicherheit und Orientierung geben. Jedes Kind erlebt bei uns ein Gefühl der Zugehörigkeit (Inklusion), was für uns eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft beinhaltet. Wir unterstützen und begleiten im ständigen Prozess die individuelle Entwicklung des Kindes.

      Das Kind erlebt die Montessori-Materialien

      als festen Bestandteil des Kinderhauses. Die Montessori-Materialien sind immer verfügbar und regen das Kind in seinen verschiedenen sensiblen Phasen zum Arbeiten an. Sie bilden einen Schlüssel zur Welt und das Kind lernt dadurch Zusammenhänge zu erkennen.

      Durch die Sinnesmaterialien lernt das Kind z.B. Unterscheidungen von groß – klein, dick – dünn und lang – kurz kennen. In Tastbeuteln findet es unterschiedliche Gegenstände vor. Duftsäckchen, Geräuschdosen, Klangkörper und unterschiedliche Bildkarten zu verschiedenen Themen verfeinern die Sinne und erweitern das Wissen des Kindes.

      Das Mathematikmaterial gibt dem Kind die Möglichkeit konkrete mathematische Grunderfahrungen zu sammeln und darauf aufbauend ein Zahlen- und Mengenverständnis zu entwickeln. Durch die Sandpapierziffern lernt es die Zahl als Symbol kennen.

      Das Sprachmaterial enthält Sandpapierbuchstaben, die ertastet und so kennen gelernt werden. Selbst gefertigte Namens- und Bildkarten regen zum Abmalen an und bereiten ebenfalls den Weg zum Schreiben und Lesen vor. Ergänzend findet das Kind verschiedene Materialien, die den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit fördern. Lieder, Finger- und Kreisspiele, Bücher, Geschichten, Erzählen und Gespräche fördern die Sprachentwicklung im täglichen Miteinander.

      Das Kind erlebt die Lebenspraktischen Übungen

      als selbstverständlichen Teil seiner Zeit in unserem Kinderhaus. Backen von Brot und Geburtstagswaffeln, die Herstellung von Marmelade und Essig, die Zubereitung von Tee, das Tischdecken und Spülen des eigenen Geschirrs sind Aufgaben, die zu unserem Kinderhausalltag gehören. Ein Regal mit den Übungen des täglichen Lebens bietet dem Kind selbst erreichbare Gegenstände und Tabletts für verschiedene Tätigkeiten an, z.B. für Kaffeebohnen-mahlen, Umschütten von Wasser in verschiedene Gefäße oder Sortieren von verschiedenen Nüssen. Das Kind kann selbst bestimmen, wann es mit wem frühstücken möchte und richtet danach seinen Platz wieder so her, wie es ihn vorgefunden hat.

      DAS KIND ERFÄHRT GESUNDE ERNÄHRUNG

      als wichtigen Teil des Kinderhausalltages. Bei der Zubereitung des gesunden Frühstücks wird auf frische und vollwertige Zutaten geachtet, die im Ort mit den Kindern eingekauft werden. Hierbei wird auf wieder verwendbare Verpackungen und regionale Produkte geachtet. Unser Obst wird von Bauer Greif geliefert.

      Das Kind findet das ganze Jahr über Gelegenheit zum kreativen Tun

      als Ausdrucksmöglichkeit in verschiedenen Bereichen und Räumen. So kann es sich in einer vorbereiteten Umgebung im handwerklichen Experimentieren mit Naturmaterialien, beim Malen, Werken, Basteln, Singen, Musizieren und im Rollenspiel erproben und ausdrücken.

      Das Kind hat die Möglichkeit, seinem natürlichen Drang
      nach Bewegung

      in allen Bereichen des Kinderhauses nachzukommen, damit es sich in diesem Alter bewegend die Welt erschließt und so seine Persönlichkeit entwickelt. Es wird an-geregt, frei zwischen den einzelnen Räumen und Stockwerken auf und ab zu gehen. Es kann Dinge hin und her tragen (Tabletts, Geschirr, Gießkanne) und hierbei seine Grob- und Feinmotorik zu schulen. Während der freien Bewegung im Bewegungs-raum lernt das Kind die unterschiedlichsten Materialien, Bewegungs- und Spielformen mit anderen Kindern kennen. In den angeleiteten Turnstunden lernt das Kind aber auch in einer fest bestehenden Kleingruppe nach Anleitung und Anweisung zu turnen. Dabei werden gezielte Übungen zur Körperkoordination mit Groß – und Kleingeräten wie Bällen, Tüchern, Alltagsmaterialien durchgeführt. Ein weiteres Angebot sind Übungen der Stille und das Gehen auf der Linie, die Ruhe und Besinnung bringen.

      Das Kind erlebt Hof, Garten, Balkon und schrebergarten

      während der Freispielzeit mit seinen unterschiedlichen Erfahrungsfeldern. Im Hof kann es seine motorischen Fähigkeiten beim Rollerfahren, Kreidemalen, Seil-springen, Reifendrehen, Ballspielen erproben und üben. Im Garten gibt es viel zu entdecken und das Kind lernt verschiedene Bereiche und die vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde kennen. Es kann auf Bäume klettern, im Sand spielen, Kräuter schnuppern, mit Wasser und Matsch spielen, durch den Weidentunnel gehen, auf Steinen und Stämmen balancieren, in der Räuberküche kochen. Der Balkon lädt ein, dort zu frühstücken und das Wachsen von Kräutern, Blumen und Gemüse zu beobachten. Der Schrebergarten mit altem Baumbestand und vielen Versteckmöglichkeiten regt zum freien und phantasievollen Spiel in der Natur an.

      Das Kind erlebt die Natur

      im Wechsel der Jahreszeiten. Bei unserem wöchentlichen Wandertag werden Pflanzen, Tiere, Steine und andere Naturmaterialien gesammelt, geordnet, bestimmt, benannt und über die Sinne kennen gelernt. Vieles wird ins Kinderhaus mitgenommen und dort während der Woche wieder aufgegriffen. Die Achtung vor der Natur steht hierbei im Mittelpunkt und soll das Kind auf einen verantwortungs-bewussten Umgang mit den Ressourcen der Erde vorbereiten.

      Die angehenden Schulkinder, unsere Schukis, erleben und entdecken in ihrem letzten Kinderhausjahr die Welt der Bienen. Diese stehen auf einem Gelände, 2 km vom Kinderhaus entfernt und werden regelmäßig besucht. Die Kinder werden in alle Imkerarbeiten einbezogen.

      Das Kind erlebt verbindende Werte

      in unserem Kinderhaus-Alltag. Die Kinder erleben eine Wertschätzung der eigenen Person und den Respekt vor der Besonderheit anderer. Das Kind kann Freiheit und Anerkennung von Grenzen lernen und sich konzentriert und ungestört einer selbst-gewählten Aufgabe widmen. Unabhängig vom Erwachsenen soll jedes einzelne Kind seine eigenen Fähigkeiten einschätzen lernen und Freude an einer erbrachten Leistung erfahren. Es wird sich mitfühlend und helfend anderen Kindern zuwenden lernen und Aufgaben für die Gruppe übernehmen. Es lernt, sich für die eigenen Rechte und die Bedürfnisse anderer einzusetzen, den Wert von gesetzten oder ausgehandelten Regeln anzuerkennen und sich ihnen frei zu verpflichten, sowie gewaltfreie Konfliktlösungen zu erleben und einzuüben.

      Dieser Entwicklungsprozess hat eine nachhaltige Wirkung auf seine Persönlichkeit und sein Leben im sozialen Umfeld auch außerhalb des Kinderhauses in Familie, Schule und Gesellschaft.

      DAS KIND ERFÄHRT EIN VERTRAUENSVOLLES MITEINANDER

      zwischen seinen Eltern und den Erzieherinnen, was die Grundvoraussetzung für seine positive Entwicklung ist. In einer intensiven und individuellen Eingewöhnungszeit haben die Eltern die Gelegenheit, unsere Pädagogik näher kennenzulernen und sich mit den Erzieherinnen auszutauschen. Elternarbeit wird intensiv gepflegt durch:

      • feste Zeiten für Elterngespräche

      • Elternhospitationen im Kinderhaus, beim Wandern und beim gesunden Frühstück

      • den Elternausschuss

      • Elternmitarbeit bei Festen und anderen Aktionen

      • Elternabende zu pädagogischen, informativen oder unterhaltsamen Themen

      • Familienunterstützende Hilfen

      DAS KIND ERLEBT INTERKULTURELLE KOMPETENZEN

      als selbstverständlichen Bestandteil des Montessori-Kinderhauses. Hier ist ein Ort, an dem sich Kinder und Erwachsene unterschiedlicher sozialer Herkunft, Nationalität, Kultur und Religionen unbefangen begegnen können.

      Sie erleben:

      • Aufgeschlossenheit und Toleranz
      • einen offenen und neugierigen Umgang
      • Interesse an anderen Sprachen und Kulturen
      • Gewohnheiten, Bräuche und Handlungsweisen anderer Kulturen
      • Mehrsprachigkeit als Kompetenz
      • das Erlernen der deutschen Sprache

      Ziel ist es, das Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Kulturen als bereichernd und selbstverständlich zu erleben und wertzuschätzen. Im Alltag wird das durch ein Begrüßungslied und Willkommenskarten in verschiedenen Sprachen umgesetzt. Bücher, die Weltkarte und Flaggen unterstützen die Auseinandersetzung mit der Vielfalt unterschiedlicher Kulturen. Religiöse und kulturelle Feste, sowie spezifische Esskultur finden im Jahreskreis Beachtung..

      Das Kind erlebt einen geregelten Tages- und Wochenrhythmus,

      der für seine geistige, emotionale und soziale Entwicklung sehr wichtig ist, da es sich an ihm orientieren kann und dadurch Sicherheit und Geborgenheit erfährt.

      Montag: Wandertag

      Donnerstag: Backtag

      Freitag: Gesundes Frühstück

      Dienstag, Mittwoch, Donnerstag : Turntage

      Freie Bewegung und Turnen:

      Ab 9.00 Uhr finden in den Kleingruppen gezielte und angeleitete Turn- und Bewegungsstunden statt. In Absprache mit der Eurener Grundschule gehen die zukünftigen Schulkinder mittwochs in die Schulturnhalle zum Turnen.

      Freispiel und angeleitete Beschäftigung:

      Bis 9.00 Uhr bleiben die Kinder in ihren Gruppen und finden zu einem ersten Spiel. Ab 9.00 Uhr können die Kinder sich nach Absprache im Haus frei bewegen, oder sich in ihren Gruppen beschäftigen. Hier finden sowohl angeleitete Beschäftigungen, als auch die Möglichkeit zum selbständigen Spielen und Arbeiten statt.

      Gemeinsamer Kreis:

      Der Vormittag im Kinderhaus endet fast immer mit einem gemeinsamen Kreis, in dem gesungen, erzählt, gefeiert und gespielt wird. Danach können die Kinder draußen spielen, bis sie abgeholt werden, oder gegessen wird.

      Mittagessen und Nachmittagsbetreuung:

      Kinder, die über Mittag bleiben, nehmen in einer entspannten Atmosphäre ihre Mahlzeit ein. In der anschließenden Ruhephase erholen sie sich beim Vorlesen. Ab 14.00 Uhr treffen sich die Kinder in Kleingruppen zum angeleiteten und freien Spiel. Gegen 15.00 Uhr wird nochmals gemeinsam eine Zwischenmahlzeit gegessen.

      Singen im Kreis, Spielen im Garten oder im Bewegungsraum schließen den Kinderhaustag ab.

      Schlafen:

      Je nach Bedürfnis gehen die jüngeren Kinder nach dem Essen schlafen, wobei jedes Kind in einem separaten Schlafraum sein eigenes Bett hat.

      ÄUSSERE RAHMENBEDINGUNGEN UNSERER ARBEIT

      Träger des Montessori-Kinderhauses “Am Fliederbusch” mit dem Montessori-Kinderhäuschen ist der

      Trierer Arbeitskreis für Montessori-Pädagogik e.V.
      Am Urteilsgarten 7, 54309 Butzweiler

      Die Einrichtung wird entsprechend der gesetzlichen Regelungen für Kindertagesstätten durch das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier gefördert.

      Die organisatorische, praktische und pädagogische Arbeit wird durch den Elternausschuss, der jährlich neu gewählt wird und den Elternförderverein rege unterstützt.

      EINZUGSGEBIET

      Das Einzugsgebiet der Einrichtung umfasst die Stadteile Trier-Euren und Trier-West. Bei genügend freien Plätzen können auch Kinder aus anderen Stadtteilen aufgenommen werden. Kinder aus unserem Kinderhäuschen können, ab dem 3. Lebensjahr im Kinderhaus betreut werden. Dadurch soll eine kontinuierliche Betreuung und Förderung auf den Grundlagen der Montessori-Pädagogik ermöglicht werden.

      ÖFFNUNGSZEITEN

      Das Betreuungsangebot im Kinderhaus umfasst:

      • Teilzeitplätze von 7.30 – 12.00 Uhr und von 14.00 –16.30 Uhr
      • Teilzeit plus Plätze bis 14 Uhr
      • Ganztagsplätze von 7.30 – 16.30 Uhr (freitags bis 16 Uhr)

      PERSONAL

      Das Personal des Kinderhauses besteht aus Erzieherinnen, die nach Möglichkeit eine Montessori-Zusatzausbildung mit Diplom abgeschlossen haben.

      Zusätzlich absolvieren jedes Jahr Praktikanten ihr Praktikum in unserer Einrichtung.

      RÄUMLICHKEITEN

      Im Kinderhaus stehen für zwei Gruppen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

      • zwei Gruppenräume • Flurbereich mit wechselnden Funktionsbereichen (Verkleiden/ Puppenecke und Bauen) • Bewegungsraum
      • Schlafraum • Kinderküche mit Essbereich • Kinderbad
      • Erwachsenenküche • Büro

      DAS KINDERHÄUSCHEN – UNSERE KRIPPENGRUPPE

      Im Kinderhäuschen werden 10 Kinder im Alter von 1-3 Jahren betreut. Es ist von 7.30 Uhr – 16.30Uhr geöffnet.

      RÄUMLICHKEITEN

      Das Kinderhäuschen ist die Krippengruppe des Montessori-Kinderhauses. In einer kleinkindgerechten und liebevoll eingerichteten Wohnung findet das Kind einen überschaubaren Raum zum Spielen und Experimentieren mit sorgfältig ausgesuchten, anregenden Spielmaterialien vor. Im Schlafraum steht für jedes Kind ein Bett bereit, wo es nach eigenem (individuellen) Schlafbedürfnis Ruhe findet. Im naturnahen Garten des Kinderhauses mit Sandkasten, Weidenhaus, Gartenküche und Wasserstelle, kann das Kind täglich in der freien Natur agieren. Auf dem Hof haben die Kinder ausreichend Platzt zum Ball spielen, Bobbycar fahren, laufen und verstecken. Der Turnraum des Kinderhauses mit seinen vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten steht den Krippenkindern zweimal wöchentlich zur Verfügung. Das zum Kinderhäuschen gehörende Gärtchen mit Sandkasten und Spielhäuschen ist ein kleiner geschützter Spielort für die jüngsten Kinder.

      Die Spielplätze des Ortes und die Feld- und Wiesenumgebung sind Ziele unserer Erkundungsausflüge.

      DIE PÄDAGOGISCHE ARBEIT

      Im Montessori-Kinderhäuschen steht das Kleinkind als „Baumeister seiner selbst“ mit seinen Entwicklungsphasen und ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Arbeit.

      „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein Schlüsselsatz, an dem wir täglich unser Erzieherverhalten orientieren, das Kind beobachten und ihm für sein Streben nach Selbständigkeit Raum und Zeit geben, „Will alleine“ so fordert es immer wieder. Die Umgebung ist so vorbereitet, dass das Kind aktiv werden kann. Es will greifen, berühren, erproben, experimentieren, bewegen, klettern, üben: so erkundet und ordnet es die Welt.

      Diese Selbsttätigkeit führt zur Selbständigkeit und damit zur „Unabhängigkeit vom Erwachsenen.“

      EINGEWÖHNUNG

      Die Eingewöhnung neuer Kinder ist fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzeptes und ist angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Sie findet stets elternbegleitend statt, ist bezugsorientiert und abschiedsbetont. Jedes Kind hat die Möglichkeit, sich in individueller Zeit bei uns einzugewöhnen. Erfahrungsgemäß dauert die Eingewöhnung zwei bis maximal vier Wochen. In dieser Zeit haben die Eltern ausführlich Gelegenheit uns, die anderen Kinder und das Geschehen im Tagesablauf kennenzulernen. Die Bezugserzieherin integriert das Kind Schritt für Schritt in den Kinderhäuschenalltag. Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind gerne kommt, mit Appetit isst und sich im eigenen Bett so wohl und sicher fühlt, dass es dort gerne schläft.

      Personal

      Das Personal verfügt über entsprechende pädagogische Ausbildung und nach Möglichkeit über eine Zusatzqualifikation für Kleinkindpädagogik und die Montessori-Pädagogik.

      Kosten

      Die Kosten richten sich nach den allgemein gültigen Beiträgen, die das Jugendamt der Stadt Trier festlegt.






      Kinderhaus "Am Fliederbusch"


      DER PÄDAGOGISCHE GRUNDGEDANKE von MARIA MONTESSORI

      Das Kind als “Baumeister seiner selbst” steht im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Es trägt alle Anlagen für seine Persönlichkeit in sich und setzt seine Kräfte und Fähigkeiten nach seinem eigenen individuellen Bauplan ein: “Lass mir Zeit!” Hierzu stellt ihm die pädagogisch vorbereitete Umgebung, zu der auch die Erzieherin/der Erzieher gehört, Anregung und Förderung bereit.

      Das oberste Entwicklungsziel des Kindes ist seine Selbstständigkeit, die es unabhängig vom Erwachsenen werden lässt.

      Es durchläuft in seiner Entwicklung verschiedene "Sensible Phasen" für Bewegung, Sprache, Mathematik, Musik usw., die es zu erkennen und zu unterstützen gilt. Jüngste neurowissenschaftliche Untersuchungen bestätigen Maria Montessoris frühe Beobachtungen, dass Kinder in der jeweiligen sensiblen Phase besonders schnell und nachhaltig lernen.

      Die "Vorbereitete Umgebung" hilft dem Kind, seinen Interessen und spontanen Tätigkeitsimpulsen nachzugehen und sich in einer geordneten Umgebung zurechtzufinden. Sie gibt ihm Sicherheit, animiert zum Tun und macht das Kind unabhängig vom Erwachsenen.

      Maria Montessori hat zur Unterstützung der Entwicklungsarbeit des Kindes eigene didaktische Materialien, das "Montessori Material" konzipiert, die u.a. Sinne und Motorik schulen, den Spracherwerb fördern und mathematische Grunderfahrungen ermöglichen.

      Die “Kosmische Erziehung” macht das Kind mit den Zusammenhängen in der Natur und mit seiner eigenen Stellung im Kosmos vertraut.

      Das Prinzip der Ordnung findet sich in der Gestaltung der Räume, dem Platz für Arbeits- und Spielmaterialien sowie Küchenutensilien, im Verhalten der Erzieherinnen und den praktizierten Regeln und Ritualen wieder.

      UNSERE PÄDAGOGISCHE ARBEIT
      IM KINDERHAUS “AM FLIEDERBUSCH”

      In unserem Kinderhaus steht jedes einzelne Kind mit seinen individuellen Entwicklungsbedürfnissen und seinen damit verbundenen sensiblen Phasen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Von dieser Situation aus gestalten sich unser pädagogischer Alltag mit den Kindern und die darauf abgestimmten Angebote, Aktivitäten und Projekte. Das Kind findet in einer vorbereiteten Umgebung sowohl die Möglichkeit zur Einzelbeschäftigung, als auch zum gemeinsamen Spielen und Arbeiten in Kleingruppen oder der Gesamtgruppe.

      Das Kind erlebt ein soziales Miteinander

      durch den Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen. Die persönliche Begrüßung und Verabschiedung, das gemeinsame Essen, das Spielen, das Turnen in Kleingruppen und die Gestaltung und das Feiern von Festen sind feste Bestandteile des Kinderhause. Es lernt Regeln und Rituale kennen, die seine emotionale Entwicklung unterstützen und ihm Sicherheit und Orientierung geben. Jedes Kind erlebt bei uns ein Gefühl der Zugehörigkeit (Inklusion), was für uns eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft beinhaltet. Wir unterstützen und begleiten im ständigen Prozess die individuelle Entwicklung des Kindes.

      Das Kind erlebt die Montessori-Materialien

      als festen Bestandteil des Kinderhauses. Die Montessori-Materialien sind immer verfügbar und regen das Kind in seinen verschiedenen sensiblen Phasen zum Arbeiten an. Sie bilden einen Schlüssel zur Welt und das Kind lernt dadurch Zusammenhänge zu erkennen.

      Durch die Sinnesmaterialien lernt das Kind z.B. Unterscheidungen von groß – klein, dick – dünn und lang – kurz kennen. In Tastbeuteln findet es unterschiedliche Gegenstände vor. Duftsäckchen, Geräuschdosen, Klangkörper und unterschiedliche Bildkarten zu verschiedenen Themen verfeinern die Sinne und erweitern das Wissen des Kindes.

      Das Mathematikmaterial gibt dem Kind die Möglichkeit konkrete mathematische Grunderfahrungen zu sammeln und darauf aufbauend ein Zahlen- und Mengenverständnis zu entwickeln. Durch die Sandpapierziffern lernt es die Zahl als Symbol kennen.

      Das Sprachmaterial enthält Sandpapierbuchstaben, die ertastet und so kennen gelernt werden. Selbst gefertigte Namens- und Bildkarten regen zum Abmalen an und bereiten ebenfalls den Weg zum Schreiben und Lesen vor. Ergänzend findet das Kind verschiedene Materialien, die den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit fördern. Lieder, Finger- und Kreisspiele, Bücher, Geschichten, Erzählen und Gespräche fördern die Sprachentwicklung im täglichen Miteinander.

      Das Kind erlebt die Lebenspraktischen Übungen

      als selbstverständlichen Teil seiner Zeit in unserem Kinderhaus. Backen von Brot und Geburtstagswaffeln, die Herstellung von Marmelade und Essig, die Zubereitung von Tee, das Tischdecken und Spülen des eigenen Geschirrs sind Aufgaben, die zu unserem Kinderhausalltag gehören. Ein Regal mit den Übungen des täglichen Lebens bietet dem Kind selbst erreichbare Gegenstände und Tabletts für verschiedene Tätigkeiten an, z.B. für Kaffeebohnen-mahlen, Umschütten von Wasser in verschiedene Gefäße oder Sortieren von verschiedenen Nüssen. Das Kind kann selbst bestimmen, wann es mit wem frühstücken möchte und richtet danach seinen Platz wieder so her, wie es ihn vorgefunden hat.

      DAS KIND ERFÄHRT GESUNDE ERNÄHRUNG

      als wichtigen Teil des Kinderhausalltages. Bei der Zubereitung des gesunden Frühstücks wird auf frische und vollwertige Zutaten geachtet, die im Ort mit den Kindern eingekauft werden. Hierbei wird auf wieder verwendbare Verpackungen und regionale Produkte geachtet. Unser Obst wird von Bauer Greif geliefert.

      Das Kind findet das ganze Jahr über Gelegenheit zum kreativen Tun

      als Ausdrucksmöglichkeit in verschiedenen Bereichen und Räumen. So kann es sich in einer vorbereiteten Umgebung im handwerklichen Experimentieren mit Naturmaterialien, beim Malen, Werken, Basteln, Singen, Musizieren und im Rollenspiel erproben und ausdrücken.

      Das Kind hat die Möglichkeit, seinem natürlichen Drang
      nach Bewegung

      in allen Bereichen des Kinderhauses nachzukommen, damit es sich in diesem Alter bewegend die Welt erschließt und so seine Persönlichkeit entwickelt. Es wird an-geregt, frei zwischen den einzelnen Räumen und Stockwerken auf und ab zu gehen. Es kann Dinge hin und her tragen (Tabletts, Geschirr, Gießkanne) und hierbei seine Grob- und Feinmotorik zu schulen. Während der freien Bewegung im Bewegungs-raum lernt das Kind die unterschiedlichsten Materialien, Bewegungs- und Spielformen mit anderen Kindern kennen. In den angeleiteten Turnstunden lernt das Kind aber auch in einer fest bestehenden Kleingruppe nach Anleitung und Anweisung zu turnen. Dabei werden gezielte Übungen zur Körperkoordination mit Groß – und Kleingeräten wie Bällen, Tüchern, Alltagsmaterialien durchgeführt. Ein weiteres Angebot sind Übungen der Stille und das Gehen auf der Linie, die Ruhe und Besinnung bringen.

      Das Kind erlebt Hof, Garten, Balkon und schrebergarten

      während der Freispielzeit mit seinen unterschiedlichen Erfahrungsfeldern. Im Hof kann es seine motorischen Fähigkeiten beim Rollerfahren, Kreidemalen, Seil-springen, Reifendrehen, Ballspielen erproben und üben. Im Garten gibt es viel zu entdecken und das Kind lernt verschiedene Bereiche und die vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde kennen. Es kann auf Bäume klettern, im Sand spielen, Kräuter schnuppern, mit Wasser und Matsch spielen, durch den Weidentunnel gehen, auf Steinen und Stämmen balancieren, in der Räuberküche kochen. Der Balkon lädt ein, dort zu frühstücken und das Wachsen von Kräutern, Blumen und Gemüse zu beobachten. Der Schrebergarten mit altem Baumbestand und vielen Versteckmöglichkeiten regt zum freien und phantasievollen Spiel in der Natur an.

      Das Kind erlebt die Natur

      im Wechsel der Jahreszeiten. Bei unserem wöchentlichen Wandertag werden Pflanzen, Tiere, Steine und andere Naturmaterialien gesammelt, geordnet, bestimmt, benannt und über die Sinne kennen gelernt. Vieles wird ins Kinderhaus mitgenommen und dort während der Woche wieder aufgegriffen. Die Achtung vor der Natur steht hierbei im Mittelpunkt und soll das Kind auf einen verantwortungs-bewussten Umgang mit den Ressourcen der Erde vorbereiten.

      Die angehenden Schulkinder, unsere Schukis, erleben und entdecken in ihrem letzten Kinderhausjahr die Welt der Bienen. Diese stehen auf einem Gelände, 2 km vom Kinderhaus entfernt und werden regelmäßig besucht. Die Kinder werden in alle Imkerarbeiten einbezogen.

      Das Kind erlebt verbindende Werte

      in unserem Kinderhaus-Alltag. Die Kinder erleben eine Wertschätzung der eigenen Person und den Respekt vor der Besonderheit anderer. Das Kind kann Freiheit und Anerkennung von Grenzen lernen und sich konzentriert und ungestört einer selbst-gewählten Aufgabe widmen. Unabhängig vom Erwachsenen soll jedes einzelne Kind seine eigenen Fähigkeiten einschätzen lernen und Freude an einer erbrachten Leistung erfahren. Es wird sich mitfühlend und helfend anderen Kindern zuwenden lernen und Aufgaben für die Gruppe übernehmen. Es lernt, sich für die eigenen Rechte und die Bedürfnisse anderer einzusetzen, den Wert von gesetzten oder ausgehandelten Regeln anzuerkennen und sich ihnen frei zu verpflichten, sowie gewaltfreie Konfliktlösungen zu erleben und einzuüben.

      Dieser Entwicklungsprozess hat eine nachhaltige Wirkung auf seine Persönlichkeit und sein Leben im sozialen Umfeld auch außerhalb des Kinderhauses in Familie, Schule und Gesellschaft.

      DAS KIND ERFÄHRT EIN VERTRAUENSVOLLES MITEINANDER

      zwischen seinen Eltern und den Erzieherinnen, was die Grundvoraussetzung für seine positive Entwicklung ist. In einer intensiven und individuellen Eingewöhnungszeit haben die Eltern die Gelegenheit, unsere Pädagogik näher kennenzulernen und sich mit den Erzieherinnen auszutauschen. Elternarbeit wird intensiv gepflegt durch:

      • feste Zeiten für Elterngespräche

      • Elternhospitationen im Kinderhaus, beim Wandern und beim gesunden Frühstück

      • den Elternausschuss

      • Elternmitarbeit bei Festen und anderen Aktionen

      • Elternabende zu pädagogischen, informativen oder unterhaltsamen Themen

      • Familienunterstützende Hilfen

      DAS KIND ERLEBT INTERKULTURELLE KOMPETENZEN

      als selbstverständlichen Bestandteil des Montessori-Kinderhauses. Hier ist ein Ort, an dem sich Kinder und Erwachsene unterschiedlicher sozialer Herkunft, Nationalität, Kultur und Religionen unbefangen begegnen können.

      Sie erleben:

      • Aufgeschlossenheit und Toleranz
      • einen offenen und neugierigen Umgang
      • Interesse an anderen Sprachen und Kulturen
      • Gewohnheiten, Bräuche und Handlungsweisen anderer Kulturen
      • Mehrsprachigkeit als Kompetenz
      • das Erlernen der deutschen Sprache

      Ziel ist es, das Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Kulturen als bereichernd und selbstverständlich zu erleben und wertzuschätzen. Im Alltag wird das durch ein Begrüßungslied und Willkommenskarten in verschiedenen Sprachen umgesetzt. Bücher, die Weltkarte und Flaggen unterstützen die Auseinandersetzung mit der Vielfalt unterschiedlicher Kulturen. Religiöse und kulturelle Feste, sowie spezifische Esskultur finden im Jahreskreis Beachtung..

      Das Kind erlebt einen geregelten Tages- und Wochenrhythmus,

      der für seine geistige, emotionale und soziale Entwicklung sehr wichtig ist, da es sich an ihm orientieren kann und dadurch Sicherheit und Geborgenheit erfährt.

      Montag: Wandertag

      Donnerstag: Backtag

      Freitag: Gesundes Frühstück

      Dienstag, Mittwoch, Donnerstag : Turntage

      Freie Bewegung und Turnen:

      Ab 9.00 Uhr finden in den Kleingruppen gezielte und angeleitete Turn- und Bewegungsstunden statt. In Absprache mit der Eurener Grundschule gehen die zukünftigen Schulkinder mittwochs in die Schulturnhalle zum Turnen.

      Freispiel und angeleitete Beschäftigung:

      Bis 9.00 Uhr bleiben die Kinder in ihren Gruppen und finden zu einem ersten Spiel. Ab 9.00 Uhr können die Kinder sich nach Absprache im Haus frei bewegen, oder sich in ihren Gruppen beschäftigen. Hier finden sowohl angeleitete Beschäftigungen, als auch die Möglichkeit zum selbständigen Spielen und Arbeiten statt.

      Gemeinsamer Kreis:

      Der Vormittag im Kinderhaus endet fast immer mit einem gemeinsamen Kreis, in dem gesungen, erzählt, gefeiert und gespielt wird. Danach können die Kinder draußen spielen, bis sie abgeholt werden, oder gegessen wird.

      Mittagessen und Nachmittagsbetreuung:

      Kinder, die über Mittag bleiben, nehmen in einer entspannten Atmosphäre ihre Mahlzeit ein. In der anschließenden Ruhephase erholen sie sich beim Vorlesen. Ab 14.00 Uhr treffen sich die Kinder in Kleingruppen zum angeleiteten und freien Spiel. Gegen 15.00 Uhr wird nochmals gemeinsam eine Zwischenmahlzeit gegessen.

      Singen im Kreis, Spielen im Garten oder im Bewegungsraum schließen den Kinderhaustag ab.

      Schlafen:

      Je nach Bedürfnis gehen die jüngeren Kinder nach dem Essen schlafen, wobei jedes Kind in einem separaten Schlafraum sein eigenes Bett hat.

      ÄUSSERE RAHMENBEDINGUNGEN UNSERER ARBEIT

      Träger des Montessori-Kinderhauses “Am Fliederbusch” mit dem Montessori-Kinderhäuschen ist der

      Trierer Arbeitskreis für Montessori-Pädagogik e.V.
      Am Urteilsgarten 7, 54309 Butzweiler

      Die Einrichtung wird entsprechend der gesetzlichen Regelungen für Kindertagesstätten durch das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier gefördert.

      Die organisatorische, praktische und pädagogische Arbeit wird durch den Elternausschuss, der jährlich neu gewählt wird und den Elternförderverein rege unterstützt.

      EINZUGSGEBIET

      Das Einzugsgebiet der Einrichtung umfasst die Stadteile Trier-Euren und Trier-West. Bei genügend freien Plätzen können auch Kinder aus anderen Stadtteilen aufgenommen werden. Kinder aus unserem Kinderhäuschen können, ab dem 3. Lebensjahr im Kinderhaus betreut werden. Dadurch soll eine kontinuierliche Betreuung und Förderung auf den Grundlagen der Montessori-Pädagogik ermöglicht werden.

      ÖFFNUNGSZEITEN

      Das Betreuungsangebot im Kinderhaus umfasst:

      • Teilzeitplätze von 7.30 – 12.00 Uhr und von 14.00 –16.30 Uhr
      • Teilzeit plus Plätze bis 14 Uhr
      • Ganztagsplätze von 7.30 – 16.30 Uhr (freitags bis 16 Uhr)

      PERSONAL

      Das Personal des Kinderhauses besteht aus Erzieherinnen, die nach Möglichkeit eine Montessori-Zusatzausbildung mit Diplom abgeschlossen haben.

      Zusätzlich absolvieren jedes Jahr Praktikanten ihr Praktikum in unserer Einrichtung.

      RÄUMLICHKEITEN

      Im Kinderhaus stehen für zwei Gruppen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

      • zwei Gruppenräume • Flurbereich mit wechselnden Funktionsbereichen (Verkleiden/ Puppenecke und Bauen) • Bewegungsraum
      • Schlafraum • Kinderküche mit Essbereich • Kinderbad
      • Erwachsenenküche • Büro

      DAS KINDERHÄUSCHEN – UNSERE KRIPPENGRUPPE

      Im Kinderhäuschen werden 10 Kinder im Alter von 1-3 Jahren betreut. Es ist von 7.30 Uhr – 16.30Uhr geöffnet.

      RÄUMLICHKEITEN

      Das Kinderhäuschen ist die Krippengruppe des Montessori-Kinderhauses. In einer kleinkindgerechten und liebevoll eingerichteten Wohnung findet das Kind einen überschaubaren Raum zum Spielen und Experimentieren mit sorgfältig ausgesuchten, anregenden Spielmaterialien vor. Im Schlafraum steht für jedes Kind ein Bett bereit, wo es nach eigenem (individuellen) Schlafbedürfnis Ruhe findet. Im naturnahen Garten des Kinderhauses mit Sandkasten, Weidenhaus, Gartenküche und Wasserstelle, kann das Kind täglich in der freien Natur agieren. Auf dem Hof haben die Kinder ausreichend Platzt zum Ball spielen, Bobbycar fahren, laufen und verstecken. Der Turnraum des Kinderhauses mit seinen vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten steht den Krippenkindern zweimal wöchentlich zur Verfügung. Das zum Kinderhäuschen gehörende Gärtchen mit Sandkasten und Spielhäuschen ist ein kleiner geschützter Spielort für die jüngsten Kinder.

      Die Spielplätze des Ortes und die Feld- und Wiesenumgebung sind Ziele unserer Erkundungsausflüge.

      DIE PÄDAGOGISCHE ARBEIT

      Im Montessori-Kinderhäuschen steht das Kleinkind als „Baumeister seiner selbst“ mit seinen Entwicklungsphasen und ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Arbeit.

      „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein Schlüsselsatz, an dem wir täglich unser Erzieherverhalten orientieren, das Kind beobachten und ihm für sein Streben nach Selbständigkeit Raum und Zeit geben, „Will alleine“ so fordert es immer wieder. Die Umgebung ist so vorbereitet, dass das Kind aktiv werden kann. Es will greifen, berühren, erproben, experimentieren, bewegen, klettern, üben: so erkundet und ordnet es die Welt.

      Diese Selbsttätigkeit führt zur Selbständigkeit und damit zur „Unabhängigkeit vom Erwachsenen.“

      EINGEWÖHNUNG

      Die Eingewöhnung neuer Kinder ist fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzeptes und ist angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Sie findet stets elternbegleitend statt, ist bezugsorientiert und abschiedsbetont. Jedes Kind hat die Möglichkeit, sich in individueller Zeit bei uns einzugewöhnen. Erfahrungsgemäß dauert die Eingewöhnung zwei bis maximal vier Wochen. In dieser Zeit haben die Eltern ausführlich Gelegenheit uns, die anderen Kinder und das Geschehen im Tagesablauf kennenzulernen. Die Bezugserzieherin integriert das Kind Schritt für Schritt in den Kinderhäuschenalltag. Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind gerne kommt, mit Appetit isst und sich im eigenen Bett so wohl und sicher fühlt, dass es dort gerne schläft.

      Personal

      Das Personal verfügt über entsprechende pädagogische Ausbildung und nach Möglichkeit über eine Zusatzqualifikation für Kleinkindpädagogik und die Montessori-Pädagogik.

      Kosten

      Die Kosten richten sich nach den allgemein gültigen Beiträgen, die das Jugendamt der Stadt Trier festlegt.