Unser Vorhaben: Ein Montessori-Zentrum
Ziel des TAM ist es, in einem Montessori-Zentrum Krabbelgruppe, Kindergarten, Grundschule und weiterführende Schule bis zur 10. Klasse unter einem Dach zusammenzuführen. Hier soll kontinuierlich auf der Basis eines christlichen Menschenbildes und der sich daraus ableitenden Wertschätzung für jedes einzelne Kind nach den pädagogischen Grundsätzen Maria Montessoris und deren zeitgemäßen Aktualisierung die individuelle Entwicklung des kindlichen Potentials ganzheitlich unterstützt und gefördert werden.
Teile dieses Vorhabens - Krabbelgruppe und Kinderhaus - existieren bereits. Nun arbeitet der TAM an der Realisierung eines Schulaufbaus, zunächst im Grundschulbereich, später evtl. auch im weiterführenden Bereich bis zur 6. bzw. 10. Klasse.
0 bis 3 Jahre:
Unsere Krabbelgruppe ist mit strukturiertem dreidimensionalem Montessorimaterial und mit Gegenständen des täglichen Lebens ausgestattet, mit denen bereits sehr junge Kinder ganzheitliche Lernerfahrungen machen. Den Schutzraum einer anregenden, die Selbsttätigkeit und Selbständigkeit unterstützenden Krabbelgruppe können (ältere) Kinder verlassen, um auch an Aktivitäten im Kindergarten teilzunehmen. Hier finden sie sowohl die bekannten Materialien als auch darauf aufbauende, altersentsprechende Weiterentwicklungen vor.
Dem Kind ist jedoch der Rückzug in seine vertraute Stammgruppe jederzeit möglich. Wenn das Kind in der Gruppe der älteren heimisch und vertraut ist, kann ein vollständiger Wechsel in die Kindergartengruppe (3 bis 6 Jahre) bereits erfolgen, bevor es dieses Alter erreicht hat. Auf diese Weise kann jedes Kind, entsprechend seines eigenen Vermögens Schritt für Schritt seinen Erfahrungs- und Entdeckungsradius erweitern und dabei sowohl Unterforderung wie auch Überforderung entgehen.
3 bis 6 Jahre:
Die Erfahrung zeigt, dass sich nicht nur im „Krabbelgruppenalter“ sondern noch ausgeprägter im Kindergartenalter beobachten lässt, dass jedes Kind seine eigene Zeit zum Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten wie auch für die Entwicklung seiner emotionalen und sozialen Kompetenzen benötigt.
Kindergartenkinder könnten in einem Montessori-Zentrum bereits sehr früh ihren Erfahrungsraum erweitern und langsam während der täglichen Freiarbeitsphase der Grundschulklasse mit älteren Kindern in den Bereichen tätig sein, die ihre Interessen wecken. Auch hier würden sie ein großes Angebot bereits bekannter Montessori-Materialien wiederfinden, die dann auf einem höheren Abstraktionsniveau weitergeführt würden. Mit zunehmender Vertrautheit und Sicherheit könnte das Kind die Mitarbeit in der Schulklasse ausdehnen oder bereits vorzeitig ganz dort verbleiben. Hiermit würde den Kindern, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes nach anspruchsvolleren Anforderungen suchen, eine Lernumgebung geboten, die Schritt für Schritt einen früheren Übergang in die Schule ermöglichen würde.
6 bis 10 Jahre:
Wie bereits bei den oben erwähnten jungen Kindern, würde auch der Schulunterricht in jahrgangsgemischten Lerngruppen stattfinden. Dabei könnten jeweils drei oder vier Altersjahrgänge zusammengefasst werden. Erfahrungen konnten wir in drei Montessoriklassen (1990-1998 in Trier und 2002-2005 in Kronberg) mit der Zusammenlegung von vier Jahrgängen machen. Aber auch die Zusammenfassung von drei Jahrgängen, wobei das vierte Schuljahr wieder als einzelner Jahrgang arbeitet, um sich gezielt auf den Übergang zu weiterführenden Schulen vorzubereiten, wäre möglich. In einem weiteren Schritt könnten der Grundschule weiterführende Klassen bis zum 6. bzw. 10. Schuljahr angeschlossen werden.
Mit unserem Vorhaben wollen wir die gegenwärtigen Bildungsanforderungen, wie sie nach PISA diskutiert werden (Zweijährige im Kindergarten, Bildungsarbeit im Kindergarten, frühere Einschulung, früherer Schulabschluss) auf den Grundlagen eines erprobten und bewährten reformpädagogischen Ansatzes umsetzen.
Dabei geht es zum einen darum, den Kindern zu helfen, ihre Stärken ganzheitlich und umfassend zu entwickeln und Brüche in ihrer Entwicklung zu verhindern. Zum anderen wollen wir das hervorragende Potential der Montessori-Pädagogik durch enge Vernetzung der kindlichen Lebens-, Lern- und Entwicklungsfelder kontinuierlich nutzen und optimieren. Jedes Kind kann dadurch seine Lernzeit weitaus ökonomischer nutzen als das bei Einrichtungen / Schulen der Fall ist, wo Übergänge nach Geburtsjahrgängen stattfinden und nicht dann, wenn es das Kind vom Entwicklungsstand her gesehen braucht.
Begründung:
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Kinder streben aus eigenem Antrieb heraus nach der Vervollkommnung ihrer Fähigkeiten und entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo.
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Kinder lernen während ihrer sensiblen Phasen besonders schnell und leicht, wenn ihnen dazu strukturiertes Material zur Verfügung steht.
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Kinder freuen sich an ihren Leistungen ohne Fremdbewertung und stellen sich spontan und neugierig neuen Herausforderungen.
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Kinder wählen frei Tätigkeiten und Aufgaben, in die sie sich konzentriert vertiefen und an denen sie wachsen, besonders wenn sie in altersgemischten Gruppen leben.
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Kinder erleben, dass jeder große und kleine Mensch besondere Stärken und Schwächen hat, denen sie mit Achtung begegnen.
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Kinder finden in der geordneten, vorbereiteten Umgebung zur inneren Ordnung und Disziplin.
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Kinder brauchen dazu aktive Pädagoginnen und Pädagogen im Hintergrund, die sensibel beobachten, behutsam helfen und Zutrauen zu sich selbst und zu weiteren Aufgaben wachsen lassen.
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Kinder entwickeln soziale Fähigkeiten, lernen Freunde zu finden und Freundschaften zu pflegen und bewegen sich selbstständig, selbsttätig und ideenreich.